Germany Time 23:17

VDWS International

Sicherheit und Regeln beim Stand-Up-Paddling (SUP)

Damit das Paddeln sicher bleibt, sind einige Regeln und Sicherheitsbestimmungen zu beachten. Im Folgenden erfahrt Ihr, wie ihr Risiken minimieren und das SUP-Erlebnis genießen könnt.

Wind & Wetter

Vor dem Paddeln solltest du immer die Windrichtung und -stärke prüfen! Ab 4 Windstärken empfehlen wir dir, am sicheren Ufer zu bleiben oder geplante Touren die Küste entlang mit dem Wind zu paddeln. Bei starkem Wind, Wetterfronten und Gewitter solltest du auf jeden Fall an Land bleiben.

Ablandiger Wind

Ablandiger Wind birgt Gefahren. Er weht vom Land auf das Meer (Gewässer) und ist in Ufernähe meist deutlich schwächer als draußen auf See. Das liegt an Abdeckungen wie Häuserreihen, Baumwipfeln oder Steilufern. Erst weit draußen erreicht er seine tatsächliche Stärke und wird daher häufig unterschätzt.

Leash

Die Leash ist die Verbindung zu deiner Rettungsinsel. Sie ist außer in starkem Fließgewässer IMMER zu tragen. Achte auch beim Leihen eines Boards darauf dir eine Leash aushändigen zu lassen.

TIPP: Immer erst gegen den Wind (nach Luv) paddeln

Reviercheck

  • Gibt es Bade- oder Naturschutzzonen?
  • Gibt es Gefahrenstellen im Wasser (Untiefen/Hafeneinfahrten/Fahrwasser)?
  • Gibt es einen Notausstieg in Lee?
  • Gibt es Besonderheiten und Regeln des Reviers, die ich bei der örtlichen Wassersportschule oder einem „Local“ erfragen kann?

 

Materialcheck/Tourencheck

  • Trage ich eine Boardleash (außer im Wildwasser)?
  • Ist mein Paddel in Ordnung, richtig eingestellt und fest?
  • Sind mein Brett sowie das Ventil dicht (iSUP) und die Finne fest?
  • Trage ich der Temperatur angemessene Kleidung (Neoprenanzug, Schuhe, Cap, Sonnenbrille)?
  • Habe ich ggf. ein Handy o. Ä. im wasserdichten Pack dabei, Notfallnummer?
  • Habe ich ausreichend Flüssigkeit und Nahrung dabei?
  • Weiß jemand an Land Bescheid, wie lange ich unterwegs bin und wohin der Ausflug geht?
  • Paddelt mindestens eine weitere Person mit mir?
  • Gibt es geeignete Ausstiegsstelle  (idealer weise dort wohin der Wind weht: in „Lee“)

 

Tipp:

Wenn du Wind, Wetter, Revier und dein Material gecheckt hast und es dennoch etwas schief gehen sollte, zeigen wir dir hier, wie du in Notsituationen handeln solltest:

  1. Trenne Dich niemals Dein Board dieses ist (außer im Wildwasser) immer Deine Rettungsinsel.
  2. Solltest Du aus eigener Kraft das Ufer nicht mehr erreichen können, gib rechtzeitig folgendes Seenotsignal: Sitzend, kniend oder stehend werden die seitlich ausgestreckten Arme deutlich und langsam auf- und ab bewegt oder ein grellfarbiger Gegenstand wird langsam in Kreisen geschwenkt.
  3. Wenn Du ein Handy dabei hast wähle zusätzlich die Notfallnummer

 

Verkehrsregeln beachten:

  • Es gilt das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme.
  • Halte Abstand zu Schwimmern, Anglern und anderen Wassersportlern.
  • Je nach Gewässerart und Land können unterschiedliche Ausweichregeln gelten.

Auf deutschen Binnengewässern gelten z.B. folgende Regeln:

Du musst mit dem SUP ausweichen:

  • der Berufsschifffahrt (z.B. Fahrgastschiffen)
  • Segelbooten, Windsurfboards, Wing(foil)boards

Dem SUP-Paddler müssen ausweichen:

  • alle Motorboote (außer Berufsschifffahrt)

Untereinander gilt für alle muskelgetriebenen Kleinfahrzeuge (Ruderboote, Kanus, Tretboote, SUP):

  • bei Begegnung: Beide Kleinfahrzeuge weichen jeweils nach rechts aus
  • sich kreuzende Kleinfahrzeuge: Rechts-vor-Links-Regel

 

Fazit

Stand-Up-Paddling ist eine entspannende und vielseitige Sportart, die mit den richtigen Sicherheitsvorkehrungen für nahezu jeden geeignet ist. Mit einer guten Vorbereitung, der richtigen Ausrüstung, einer guten Selbsteinschätzung und Rücksichtnahme auf andere Wassersportler sowie auch auf die Natur wird dein SUP-Abenteuer nicht nur sicher, sondern auch unvergesslich.